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Eins ist klar: Das Rote muss auf das Runde! Doch Tomaten sind nicht gleich Tomaten und auch bei der Zubereitung der Tomatensauce gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Zudem gibt es Tomaten in drei verschiedenen Formen: Frisch vom Feld, in der Dose oder in passierter Form. Doch zu welcher Sorte solltet ihr im Supermarkt greifen?

Welche Tomaten sind die besten für eine Pizza?

Tomaten schmecken dann hervorragend, wenn sie viel Sonne abbekommen haben. Sehr viel Sonne. Daher braucht ihr eher nicht daran denken, dass eure selbst gezüchteten Tomaten aus dem Garten hier mithalten können. Es sei denn, euer Garten steht im Süden Italiens oder in einer anderen, ähnlich sonnenverwöhnten Region. Denn die Tomaten, die man immer wieder auf der Zutatenliste der besten Pizzabäcker der Welt findet, sind die San Marzano. 

Wie kommt man an San Marzano Tomaten?

Das Gute an San Marzano: Die Tomaten gibt es in Metalldosen. Durch die Konservierung kann man sie super lagern, im Internet bestellen oder einfach eine Wagenladung kaufen und dann selbst lagern. Das Schlechte: Sie sind verhältnismäßig teuer. Aber der Geschmack ist deutlich besser und fruchtiger, als man es von anderen Tomaten kennt. Wer eine wirklich gute Pizza haben möchte, sollte also den Preis in Kauf nehmen. Mehr zu San Marzano Tomaten findet ihr hier. 

Besser als ihr Ruf: Tomaten aus der Dose

Und ja: Es ist vollkommen in Ordnung, Tomaten aus der Dose zu nehmen. Die besitzen gewissermaßen konservierte Sonne und sind daher deutlich aromatischer, als die Frischen. Ich habe sogar einmal bei einem Test die frischen gegen die Blechkonserven antreten lassen. Am Ende hatte die konservierte Version klar gewonnen, die frischen Tomaten rochen überraschenderweise etwas muffiger und weniger fruchtig als die Tomaten aus der Dose. Wohl gemerkt: Der Test fand im April statt und daher war das Kräftemessen auch etwas unfair. Schließlich gibt es bei frischen Tomaten saisonale Schwankungen, während gute Dosentomaten zur besten Erntezeit vom Feld geholt und in die Metallbüchsen abgefüllt werden. Wer herausfinden will, wie frisch San Marzano Tomaten aus der Dose wirklich sind, findet hier einen Tipp.

Egal ob San Marzano oder eine andere Tomatensorte: Ich persönlich greife immer auf ganze, geschälte Tomaten zurück, die ich dann mit einer Gabel oder einem Pürierstab zerkleinere. Auf mich wirken die nämlich frischer und qualitativ hochwertiger als gestückelte oder passierte Saucen.

Passierte Tomaten: Die Säure in den Griff bekommen

Auf passierte Tomaten greife ich daher so gut wie nie zurück und wenn dann nur bei akutem Zeitmangel. Passierte Tomaten haben manchmal den Nachteil, dass sie etwas sauer sind. Hier hilft in der Regel eine Messerspitze Backnatron, das die Säure in der Sauce neutralisiert und sie dadurch bekömmlicher macht. 

Auch andere Tomaten schmecken lecker

Doch es muss nicht immer San Marzano sein. Toni Gemignani, der mehrmalige Pizzaweltmeister, empfiehlt beispielsweise die Tomatensorte Early Girl, die ich aber bisher noch nirgends gesehen habe. Wer hier Erfahrungen hat oder weiß, wo man die guten Dinge herbekommt, kann mir gerne Bescheid geben.

Oder ihr nehmt einfach den Weg, den ich auch gewählt habe: Ich habe einfach den Händler eines gut sortierten Gemüseladens gefragt, welche Tomaten in seinem Sortiment am besten geeignet sind für Tomatensauce. Herausgekommen ist bei mir ein Tomatensauce aus Picadilly-Tomaten, das ihr hier nachlesen könnt und die sehr lecker war.

Tipps für frische Tomaten

Bei frischen Tomaten solltet ihr am besten auf ganze Tomaten zurückgreifen, die nur von einer dünnen Haut umgeben sind, möglichst über wenige und kleine Kerne verfügen und Süße genauso wie Säure mitbringen. Idealerweise sind die Tomaten etwas fester, sonst könnte die Sauce verwässern. Falls ihr keine andere Wahl habt und dann doch mal zu eher wässrigen Tomaten zurückgreifen müsst, hilft folgender Trick: Kratzt mit einem Teelöffel das feuchte Innere aus der Tomate heraus, damit nur das aromatische Fruchtfleisch zurückbleibt. Das macht die Tomatensauce deutlich leckerer. 

 

 

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