Pizzastein richtig reinigen: Vom Kochfeldschaber bis zur Pyrolyse

Jeder der einen Pizzastein besitzt, kennt das Problem: Irgendwann wird er einfach unansehnlich, mit jeder Menge dunkler Stellen, die sich wie Melanome über die Oberfläche ziehen. Mit diesen Tricks bekommt ihr den Stein wieder sauber.

Ein Pizzastein hat einen großen Vorteil: Backt man eine Pizza darauf, wird sie deutlich krosser, als auf einem normalen Backblech. Doch da es immer mal wieder passiert, dass hier mal eine Olive von der Pizza oder dort die Tomatensoße vom Teig herunterläuft und auf dem heißen Stein landet, sieht ein Stein in der Regel nach einiger Zeit wie ein Schlachtfeld aus.

Das ist zwar meist nur ein ästhetisches Problem, wenn man den Stein aber nicht richtig säubert, kann es durchaus sein, dass die Rückstände im Ofen verbrennen und im schlimmsten Fall die Küche voll qualmen.

Damit das nicht passiert, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Stein zu reinigen. Wichtiger Hinweis vorweg: Spülmittel dürft ihr auf keinen Fall verwenden, da dieses in den Stein einziehen könnte und beim nächsten Backen den Teig ungenießbar machen könnte.

Der grobe Dreck kommt händisch weg: Mit vorhandenen Utensilien aus der Küche

Um den groben Schmutz zu beseitigen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer ein Cerankochfeld hat, ist vermutlich Besitzer eines Kochfeldschabers. Mit ihm kann man auch fest eingebrannte Rückstände auf einem Pizzastein wegkratzen.

Ein anderes Utensil, das vielleicht schon in der Küchenschublade rumliegt, ist der Edelstahl-Topfreiniger. Mit ihm kann man relativ einfach den Dreck herunter kratzen und bekommt somit sogar die dunklen Stellen in den Griff. Sie werden nicht ganz verschwinden, aber schwächer sollten sie durchaus werden. Dazu einfach den Stein mit etwas Wasser abspülen und ihn mit dem Topfreiniger bearbeiten. Hier braucht man nicht so vorsichtig sein, der Stein selbst verträgt es schon, wenn man ihn kräftig mit dem Edelstahl bearbeitet. Ich reinige meinen Stein seit Jahren auf diese Art und es hat immer sehr gut funktioniert.

Ihr solltet den Stein erst dann reinigen, wenn der auch wirklich runtergekühlt ist. Zum einen verbrennt ihr euch dann nicht die Finger, und zum anderen – und das ist viel wichtiger – verhindert ihr große Temperaturänderungen, durch die der Stein brechen könnte.

Profi-Reinigung mit der Pyrolyse

Der beste Weg, mit dem ihr euren Pizzastein definitiv wieder wie neu aussehen lässt, ist die Pyrolyse – also die Reinigungsfunktion des Backofens. Hierbei heizt sich der Backofen auf über 500 Grad auf und beseitigt im Innenraum des Ofens – und auch auf eurem Pizzastein – alle Rückstände.

In der Regel muss man das Innenleben seines Backofens komplett ausbauen, was dazu führt, dass man auch keine Halterung mehr hat, auf die man den Stein legen könnte. Manche Hersteller legen dem Backofen extra Träger bei, die man während der Pyrolyse verwenden kann, um etwa Pizzasteine oder extra hitzebeständige Backbleche zu reinigen. 

So bekommt ihr einen Pizzastein, auf den man gerne eine Pizza backen möchte. Aber keine Sorge: Ein paar Spuren sind sicherlich kein Problem, schließlich zeigt es, dass ihr den Teig regelmäßig im Einsatz habt und er nicht nur Deko ist.

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