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Klar ist die Pizza die bekannteste Version eines Fladenbrots, auf das man leckeren Belag packt. Doch es gibt fast in jedem Land auf dieser Welt ein Rezept, das ähnlich ist, denn schließlich fahren fast alle Menschen auf dieses Gericht ab. Hier gibt es eine Übersicht über die verschiedenen Arten, von Pizza und seinen Alternativen, über Flammkuchen bis hin zu Lahmacun und Khatschapuri.  

Die Italiener haben einen guten Job gemacht. Zumindest, wenn es um den Erfolg der Pizza geht. Denn wenn irgendjemand auf dieser Welt Fleisch und Käse auf ein Teigfladen legt, kommt oft der Zusatz: "ist wie eine Pizza". Die italienische Pizza gilt nun Mal in vielen Ländern als Benchmark für ein leckeres Fladenbrot – was natürlich nicht fair ist. Schließlich ist beispielsweise ein Flammkuchen nicht einfach eine französische Version der italienischen Pizza, nur mit Rahm und Speck statt Mozzarella und Schinken. Ähnlich geht es vielen anderen Gerichten, die rund um den Globus aus heißen Backofen gehievt werden. Und es gibt unzählige Fladenbrote, die auf unterschiedlichsten Weisen zubereitet und gegessen werden und die eine eigene Geschichte und natürlich auch Bedeutung für Land, Menschen und Kultur haben. 

Dieser Artikel soll zeigen, welche unterschiedlichen Fladenbrote es auf der Welt gibt und die gute Pizza-Alternativen darstellen. Da dies aufgrund der Anzahl aber schier unmöglich ist – Wikipedia listet über 130 verschiedene Arten Fladenbrot – liegt der Fokus hier auf die Arten, die nicht nur aus Brot, sondern per Definition einen Belag oder eine Füllung haben. Diese Liste ist nicht komplett und sollte etwas Wichtiges fehlen, schreibt mir bitte oder ergänzt das über die Kommentarfunktion.

Khatschapuri aus Georgien - eine super Pizza-Alternative

Die georgische Spezialität hat eine Käse-Ei-Füllung. Die wichtigste Zutat, die es vermutlich nicht gerade im Supermark ums Eck gibt – man muss hier schon in einem russischen Lebensmittelgeschäft vorbeischauen – ist Sulguni. Das ist ein Käse, der an einen Mozzarella erinnert, aber eben aus Georgien stammt. Den Käse könnt ihr bei Amazon bestellen, ein Rezept für Megruli Khatchapuri findet ihr hier bei mir auf der Seite.

Tlayuda aus Mexiko – das unbekannte Gericht

Wenn man an mexikanische Spezialitäten denkt, kriecht einem schnell der Geruch von Tacos, Burritos und Enchiladas in die Nase. Doch vermutlich kennen nur die wenigsten das Fladenbrot Ttlayuda, das aus dem mexikanischen Bundesstaat Oaxaca stammt. Hier kommen viele Zutaten zum Einsatz, die man aus der mexikanischen Küche kennt: Maismehl, schwarze Bohnen und Avocado. Etwas unbekannter und schwer hierzulande zu bekommen, ist der Queso Oaxaca, die Ttlayuda charakteristisch macht. Ein passendes Rezept für eine Ttlayuda gibt es hier. 

Lahmacun aus der Türkei – der Klassiker

Das türkische Gericht kennt sicher der ein oder andere vom Dönerladen ums Eck. Auf ein dünnes Fladenbrot kommt beim Lahmacun ein Sugo aus Lamm- oder Rinderhackfleisch, Tomaten und vielen Gewürzen. Charakteristisch für die Mahlzeit ist die Petersilie und die Zitrone. Es gibt auch hier regionale Unterschiede, mancherorts isst man den Fladen mit Aubergine. Ein Rezept für Lahmacun gibt es hier.

Gözleme aus der Türkei – vielseitiger Begleiter

Die gefüllten Teigtaschen bestehen aus einem einfachen Yufka-Teig, der auf einem Sac gebacken wird – es geht aber auch in einer einfachen Pfanne. Gözleme sind sehr vielseitig und können mit unterschiedlichen Füllungen bestückt werden: Hackfleisch, Spinat, Käse oder am besten alles. Ein Rezept für Gözleme gibt es hier.

Flammkuchen aus dem Elsass – der leichte Fladen

Natürlich wird jeder Elsässer behaupten, dass ein Flammkuchen  nichts mit einer Pizza zu tun hat. Am Ende profitierte die Tarte flambée aber tatsächlich vom Erfolg des italienischen Pendants. Denn als außerhalb Italiens immer mehr Pizzerien eröffnet wurden, gab es auch in Strasbourg Restaurants, die Flammkuchen anboten. So wurde das Gericht immer populärer. Ein Flammkuchen-Rezept gibt es hier.  

Pissaladière aus Nizza – ein Stück Mittelmeer auf dem Teller

Nicht nur Flammkuchen wird in unserem Nachbarland serviert, sondern auch die unbekanntere Pissaladière. Aus Nizza stammend, ist der Fladen eher regional bekannt und wird in besagtem Nizza, Cannes und im benachbarten Italien serviert. Es schmeckt dabei so sehr nach Mittelmeer, dass man sich direkt an den Strand wünscht. Denn auf die Pissaladière kommt eine Masse aus gekochten Zwiebeln, die bei niedriger Temperatur sehr lang in einer Pfanne schmoren sollen, damit sie nicht anbräunen. Sardellenfilets und Oliven geben der Nizza-Pizza den mediterranen Geschmack. Hier geht es zum Rezept für eine Pissaladière.   

Chicago-style Pizza beziehungsweise Deep Dish Pizza aus den USA

Ist das jetzt schon ein Kuchen oder eine Pizza? Es ist ein Mix aus beidem. Der Teig der Chicago Pizza ist nicht viel dicker als der einer italienischen Pizza, doch der Belag ist umso opulenter. Der besteht in der Regel aus Salami, Käse und Tomatensauce. Viel Tomatensauce. So viel Tomatensauce, dass alles ziemlich lange in den Ofen muss. Damit der Käse in den 20 bis 25 Minuten nicht verbrennt, wird die Pizza in umgekehrter Reihenfolge belegt. Auf den Teig kommt der Käse, dann die Salami und als letztes die Tomatensauce.

All das wird dann in einer Pfanne gebacken, woher auch der Name der Pizza stammt. Ein Rezept für eine Deep Dish Pizza gibt es hier.

Focaccia – die Urform der Pizza

Focaccia hat eine lange Geschichte: Schon Phönizier, Karthager und Griechen backten das Fladenbrot mit Gerste, Roggen und Hirsemehl auf dem Feuer. In Italien gibt es viele Variationen von Focaccia, die sich sowohl durch das unterschiedliche Herstellungsverfahren als auch durch die Vielfalt der Zutaten und Gewürze unterscheiden. Im Gegensatz zur Pizza wird der Teig mit deutlich mehr Öl oder Fett zubereitet. Hier gibt es ein Original-Rezept für eine Focaccia – wer einen guten Übersetzer braucht, sollte Deepl ausprobieren. 

Pizza Napoletana – Die bekannteste Pizza der Welt

In Italien gibt es viele unterschiedliche Varianten der Pizza. Die vermutlich bekannteste Version, die Pizza Napoletana, muss nach strengen Regeln zubereitet werden, damit sie den Namen Pizza Napoletana tragen darf. Sie darf nicht länger als 60 - 90 Sekunden in einem Holzofen gebacken sein, der 485 Grad heiß sein muss. Die Napoletana gibt es in zwei Versionen: Als Margherita und Marina. Ein Rezept für einen richtig guten Pizzateig gibt es hier

Staffordshire Oatcake aus Großbritannien

Die herzhaften Haferkuchen stammt aus der Grafschaft Staffordshire und werden rund um Stoke-on-Trent serviert. Der Teig ist eine Mischung aus Haferflocken, Vollkornmehl und Weizenmehl, die in etwas Fett ausgebacken und am Ende mit – wie es sich für eine britische Mahlzeit gehört – nach Bedarf mit Eier, Speck oder Bohnen gefüllt und zusammengeklappt wird. Ein Rezept für Staffordshire Oatcakes gibt es hier. 

 

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